FMEA Fehler-Möglichkeiten-Einfluss-Analyse

FMEA

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Vergangene Woche haben wir uns dem Thema risikobasiertes Denken gewidmet, heute werde ich Ihnen eine Methode zeigen, wie Sie Ihre Risiken managen können.

Zur Erinnerung: Risiko ist ein unerwünschtes Ereignis, welches möglicherweise eintreten kann und einen negativen Einfluss auf die Ergebnisse einer Organisation hat (z. B. Ziele, Produkte, …)

3 Schritte mit Risiken umzugehen

  1. Risiken identifizieren
  2. Risiken bewerten
  3. Maßnahmen setzen um Risiken zu vermindern, zu vermeiden oder abzuwälzen

3 Fragen um Risiken zu identifizieren

Jede Organisation hat unterschiedliche Risiken. Um gezielt, Risiken zu managen, muss ich als erstes diese herausfinden und benennen. Folgende Fragen können mir dabei helfen.

  1. Was kann mich in meiner Zielerreichung behindern? Was verhindert meinen Erfolg? Was hat negativen Einfluss auf meinen Kernprozess, meine Produktion und Dienstleistungserbringung?
  2. Welche Risiken beeinflussen die Kundenzufriedenheit? Welche Risiken beeinflussen die Sicherheit der Mitarbeiter/innen und Kunden?
  3. Welche Risiken beeinflussen meine Wettbewerbsfähigkeit? Welche Risiken beeinflussen mein wirtschaftliches Überleben?

3 Kriterien um Risiken zu bewerten (FMEA in abgespeckter Form)

FMEA steht für Fehler-Möglichkeiten-Einfluss-Analyse. Jeder mögliche Fehler (Risiko) wird nach drei Kriterien bewertet.

  1. A – Auftritts-Wahrscheinlichkeit (Werte 1 – 10, 1=niedrig 10=hoch)
    Wie wahrscheinlich ist es, dass das Risiko eintritt? Bewerten Sie die derzeitige Situation und berücksichtigen Sie Umfeld, Mitarbeiter/innen, vorhandene Strukturen und Prozesse.
  2. B – Bedeutung (Werte 1 – 10, 1=niedrig 10=hoch)
    Welche Bedeutung hat der negative Einfluss? Wie groß ist der Imageschaden, wie groß der materielle Schaden, wie hoch die Unzufriedenheit bei Kunden und Mitarbeiter/innen.
  3. E – Entdeck-Wahrscheinlichkeit (Werte umgekehrt 10 – 1, 10=niedrig 1=hoch)
    Wie schnell kann ich den Fehler entdecken, bevor ein Schaden entstanden ist.

Die drei Werte werden multipliziert und ergeben die Risiko-Prioritäts-Zahl (RPZ).
Wenn die Zahl höher als 125 ist, werden Maßnahmen gesetzt. Die Maßnahmen sollten nicht mehr kosten als das Risiko an Schaden anrichten würde.

Ein Beispiel finden Sie in unserem Bild

Viel Spaß beim Ausprobieren

wünscht Ihnen Gabriele Selb

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